Digitale Welt 2030 – Bezahlen

Am 1. Januar 2020 hat nicht nur ein neues Jahr begonnen, es starten auch die 2020er Jahre.
Digitalisierung und Disruptionen in der Wirtschaft stellen uns vor neue Herausforderungen.

Es ändert sich auch die Art wie wir lernen, arbeiten und Leben.
Wie wird sich unser Leben in den kommenden 10 Jahren verändern? Wo stehen wir 2030?
Du erfährst es in meiner neuen Serie „Digitale Welt 2030“.
Heute: Wie sich unsere Art des Bezahlen völlig verändern wird
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Die Entwicklung der Krpytowährungen, besonders die des Bitcoins, ist eine wahre Achterbahnfahrt.
Viele Jahre war Bitcoin nur in der Insider-Szene bekannt, doch spätestens als der Wert eines einzelnen Bitcoins Ende 2017 auf über 20.000 US-Dollar stieg und kurze Zeit darauf auf 3.500 Dollar abstürzte, kannte Bitcoin jeder. Viele sind mit Kryptowährungen schnell reich geworden, andere dürften auch einiges an Geld verloren haben.

Digitale Währungen, wie zum Beispiel Bitcoin oder in Zukunft ein digitaler Euro sind auf dem Vormarsch. Denn wenn nicht Staaten oder Zentralbanken digitale Staatswährungen auf den Weg bringen, dann werden es private Unternehmen oder Communitys sein. Die Frage ist also nicht, ob es künftig digitale Währungen geben wird, sondern nur, von wem sie ausgegeben werden.
Die Nachfrage nach und die steigende Bedeutung von Kryptowährungen deuten bereits auf den Bedarf hin. Wichtig ist es nun, diese Zahlungsmittel derartig zu gestalten und zu regulieren, dass die gesamte Gesellschaft einen Nutzen von ihnen hat.

Das ganze ist vergleichbar mit Musik-Streaming. Es gab schon vor vielen Jahren den Bedarf, Musik digital herunterzuladen. Heute sind Musik-Streamingdienste nicht mehr wegzudenken. Diese Entwicklung zeigt: Die richtige Weiterentwicklung mache eine neue Technologie für viele Menschen zugänglich und nutzbar. Dabei wird es ohne Regulierung nicht gehen. Dennoch muss der Vorteil von Kryptowährungen erhalten bleiben: Dezentrale Bezahlung!

Entgegen einer herkömmlichen Überweisung funktioniert die Bezahlung mit einem E-Euro ohne eine Bank dazwischen. Das Geld wird vom Wallet (Digitale Geldbörse) des Zahlenden direkt in das Wallet des Empfängers transferiert und das auch ohne Internetverbindung.

Was ist das Besondere daran?
Es geht dabei besonders um neue Zahlvorgänge, die heute noch keine Rolle spielen. Besonders im Bereich von Maschine zu Maschine. Fährt zum Beispiel ein autonomes E-Auto in einigen Jahren allein an eine Ladesäule um Strom zu tanken, kann es die gebrauchte Strom-Menge direkt bezahlen. Auf diesem Weg wird zudem sichergestellt, dass keine der Maschinen zu viel bzw. zu wenig bezahlt.
Denkbar ist auch, dass autonome Fahrzeuge künftig gegenseitig im Windschatten eines voranfahrenden Autos fährt um Akkuleistung zu sparen. Dafür könnte das Auto vorne direkt Entlohnt werden.

So ändert sich unsere Bezahlung bald deutlich. Das bedeutet aber nicht, dass das Bargeld stirbt. Vielmehr wird beides parallel existieren, ein digitaler Euro und Bargeld. Allerdings wird die EZB oder FED weniger Geld physisch drucken, sondern einen Teil digital „erschaffen“.

Doch wie funktioniert das Bezahlen mit E-Euro in der Zukunft, wenn es keine Bank gibt, auf der dieses virtuelle Geld liegt?
Wie bei anderen Kryptowährungen auch, würde der digitale Euro in einer Wallet (Digitalen Geldbörse) verwaltet. Eine Wallet ist vergleichbar mit einem Bankschließfach. Nur der Besitzer des Geldes hat Zugriff und kann es einsehen, sonst niemand, auch keine Bank.
So Funktioniert auch schon heute die Zahlung mit Bitcoin. Man benötigt eine Wallet, dessen Nummer und einen persönlichen Schlüssel, vergleichbar mit einer PIN-Nummer. Ohne diesen Schlüssel hat man keinen Zugriff mehr auf sein Geld.

Der digitale Euro spielt im Zusammenhang mit dem 5G-Netz eine wichtige Rolle für die Mobilität und die Industrie der Zukunft. Inwiefern wir Menschen einen digitalen Euro nutzen werden, ist noch nicht abzusehen. Ich glaube für Verbraucher wird sich beim Einkaufen im Internet oder an der Supermarkt Tankstelle in den nächsten 10 Jahren nicht viel verändern. Die Bezahlung mit EC-Karte, Kreditkarte, Google Pay oder Apple Pay funktionieren heute schon gut und werden es auch in zehn Jahren noch.
Es werden eher neue Anwendungsfälle entstehen, wie zum Beispiel die Zahlung von Maschine zu Maschine oder komplett kassierehrlose Einkaufsläden, wie es Amazon schon vorgemacht hat.
Denn setzten sich diese Shops, wie Amazon Go, tatsächlich durch, des es entscheidend, ob es für die Betreiber günstiger ist, Zahlungen über eine Bank oder Online-Dienstleister abzurechnen oder direkt per Wallet-Übertragung.

Eines steht aber fest. Digitale Staatswährungen sind nicht aufzuhalten. In den kommenden zehn Jahren werden wir große Fortschritte bei digitalen Staatswährungen und Kryptowährungen machen.
Bleibt nur die Frage wer setzt das ganze um. Entwickelt also Facebook oder ein Konsortium den digitalen Euro?

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