Digitalisierung verändert die Berufswelt

Die Digitalisierung verändert die Berufswelt wie keine andere Entwicklung. Bei allen Unsicherheiten über kurz oder lang von Computern oder Robotern ersetzt zu werden, gibt es zahlreiche positive Entwicklungen die die Rolle jedes einzelnen Mitarbeiters stärken.

Unternehmen sind gezwungen, sich mit rasantem Tempo zu wandeln, neue Geschäftsmodelle, Strukturen und Arbeitskulturen zu erfinden und umzusetzen. Vor rund zehn Jahren war es etwa mit der Präsentation des ersten iPhones kaum möglich, die digitale Revolution der mobilen Internet-Nutzung abzuschätzen.
Daher sind Zukunftsprognosen über einen längeren Zeitraum im Zeitalter der Digitalisierung kaum mehr möglich.
Unternehmen, die vor zwölf Jahren Marktführer im Mobilfunkbereich waren, gibt es zum Teil nicht mehr oder wurden verkauft. In fast allen Industrien haben sich Innovationszyklen drastisch verkürzt. Es ist ein Machtkampf entbrannt, in dem die Digitalisierung eine zentrale Rolle spielt.

Da jedoch auch Unternehmen, die sich scheinbar gegen die Digitalisierung wehren, diese weder aufhalten noch umkehren können, ist das beste Erfolgsrezept, sich anzupassen, sie zu gestalten und sie sich zunutze zu machen. Dabei müssen die Unternehmer ihre Mitarbeiter mitnehmen! Denn die sind es, die den digitalen Wandel leben. Die Kernfragen, dich sich Unternehmen stellen sind: Wie müssen wir uns aufstellen, damit uns diese Digitalisierung leichtfällt, damit wir die Hausforderungen in Chancen ummünzen können? Welche Eigenschaften brauchen die Mitarbeiter, die digitale Transformation voranzutreiben und umzusetzen? Welche Skills gilt es aufzubauen und zu fördern?

Eine entscheidende Grundlage ist, die positiven Seiten, die neue Chancen und Möglichkeiten für die Mitarbeiter in den Vordergrund zu stellen. Folgende sechs nützliche Skills zeichnen den Mitarbeiter 4.0 aus:

1. Coach statt Boss
Insbesondere Führungskräfte stellt die digitale Transformation vor neue Herausforderungen. Was jetzt gefordert ist, sind kooperative Prozesse statt altbekannte Prinzipien. Es gilt, Mitarbeiter zu finden, die selbstständig mit der Digitalisierung umgehen, sie zu motivieren, ihnen Freiraum zu geben um Ideen formulieren und ausprobieren zu können.

2. Kooperation statt Hierarchie 
Dadurch entsteht automatisch eine neue Art der Kooperation, die nicht mehr streng hierarchisch funktioniert, sondern Strukturen schafft, die offen und anpassungsfähig sind und Neues ermöglichen.

3. Verantwortung auf breite Schultern verteilen
Diese als Leadership 4.0 bezeichnete Führungsphilosophie führt zu neuen Strukturen. Die Verantwortung, die einst einzig und allein bei den Führungspersonen lag, wird in die Unternehmen getragen. Die Digitalisierung mitzudenken und mitzutreiben wird jetzt auf die Schultern aller Mitarbeiter verteilt. Die vom Unternehmer entwickelte digitale Vision wird als individueller Veränderungsprozess von allen Mitarbeitern gelebt. Sie sind es, die neue Geschäftsmodelle entwickeln und Mehrwerte für das Unternehmen generieren.

4. Transparente Kommunikation 
Diese neue Organisationskultur verändert die Kommunikation in alle Richtungen. Von der Basis an die Spitze und umgekehrt und vom Unternehmen zum Kunden und zurück. Sie stellt in erster Linie den individuellen Nutzen der Digitalisierung in den Vordergrund.

5. Nutzenorientierte Technologieeinführung
Häufig sind es gerade neue digitale Technologien, die für Skepsis bei den Mitarbeitern verursachen. Dabei hat jede Technologie ihren ganz individuellen Mehrwert für jeden einzelnen Mitarbeiter. Gelingt es den Mitarbeitern, ihren persönlichen Nutzen zu erkennen, gewinnen sie einen Blick für neue Trends und dafür, wie sie unabhängig neue Services entwickeln können.

6. Eigenverantwortung gegen Verunsicherung
Die Digitalisierung setzt auf Mitarbeiter bzw. Teams, die sie gestaltet. Eigenverantwortung und Motivation tragen den jüngeren Menschen auf den Arbeitsmarkt Rechnung, die eine Work-Life-Balance oft einem höheren Gehalt vorziehen.

Diesen Skills trägt das für die kommenden zehn Jahre zum Thema „Zukunft der technologieorientierten Weiterbildung“ entwickelte Szenario „Connective Learning Communities“ Rechnung. Im Mittelpunkt steht dabei die Eigenmotivation der Mitarbeiter, sich selbst neue Fähigkeiten anzueignen, und sich durch Neugierde und Freude an Veränderungen weltweit mit Menschen zu vernetzen und Wissen auszutauschen. Um diese Art des Lernens zu etablieren, sind neue Aus-und Weiterbildungskonzepte gefragt. Diese müssen flexibel auf neue Themen reagieren, modulartig aufgebaut sein und sich an der Praxis orientieren. Seminarleiter sind heute Moderatoren. Aufgabe der Unternehmen und Unternehmer ist es, den Mitarbeitern die Freiräume zu geben, diese Skills in ihrer täglichen Arbeit umzusetzen.

Quelle Studie „Zukunft der technologieorientierten Weiterbildung“: Fraunhofer Academy 
Fotos: Pixabay

 

 

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.