KryptoNight Hamburg 2018 mit Dr. Julian Hosp

Am Mittwoch, 06.06.2018 fand in Hamburg die KryptoNight mit Dr. Julian Hosp statt. Es ging hauptsächlich um das Thema Vertrauen und Blockchain-Technologie. Außerdem hat Julian sich kurz zu der Zukunft der Banken geäußert. 
Natürlich war auch Bitcoin ein Thema, aber darauf möchte ich hier nicht eingehen, denn ich Berichte auf meinen Blog eher über die Technologie an sich und nicht über Kurse. 

Nun aber viel Spaß beim Lesen meines Berichts von der KryptoNight!

Vielleicht schon einmal die drei wichtigsten Botschaften vorweg.
Die Blockchain-Technologie könnte:
– Den Kurs, auf dem unsere Zivilisation derzeit hin steuert, merklich verändern
– Eine der derzeit mächtigsten Organisationen obsolet machen
– Ein paar der größten Herausforderungen der Menschheit lösen

Zitat Warren Buffett

Fangen wir aber mit der Grundlage an.
Unsere Gesellschaft, wie wir sie heute kennen, basiert auf Tauschhandel. Statt Schweine gegen Felle tauschen wir heute zum Beispiel ein Fast Food Menü von Mc Donalds gegen 10 Euro ein.
Viele Zahlungen führen wir schon Digital durch, also ohne Bargeld.
Darum ist es wichtig, dass wir dem zwischengeschalteten System, also die Bank, die den Zahlungsvorgang abwickelt, vertrauen.
Denn wenn wir unsere Geldkarte in das Terminal von Mc Donalds stecken, passiert eine Transaktion.
Diese wiederum ist nichts anderes als ein Austausch von Informationen zwischen Sender (Ich) und Empfänger (Mc Donalds). Findet die Transaktion erfolgreich statt, bekommen wir unser Essen.

Was macht genau die Blockchain?
Bei der Blockchain handelt es sich um eine Technologie, die den Austausch von Informationen aller Art ohne zentrale Administration ermöglicht.
Anders als bei bisher üblichen Transaktionen schaltet die Blockchain den Mittelsmann, in meinen Beispiel die Bank, aus und ersetzt ihn durch ein dezentrales, weltweites Peer-to-Peer-Netzwerk, das diese Transaktion schnell, sicher und nachvollziehbar verifiziert.
Wichtig hierbei zu verstehen ist, dass die dezentrale Organisation und Abwicklung in dem Netzwerk für einen enorm hohen Sicherheitsstandard sorgt.
Jede Informationstransaktion wird nämlich zu einem sogenannten Block verknüpft.
Jeder dieser Blocks ist auf einzigartige Art und Weise verschlüsselt. Auf dem ersten Block, der durch ein ganzes Netzwerk an Transaktionen verifiziert wird und daher als authentisch gilt, baut ein nächste Block auf, der wiederum auf den vorhergehenden Block Bezug nimmt.
So entsteht eine Kette, die sogenannte Blockchain, die mit einem Kassenbuch vergleichbar ist, das auf jedem Rechner in dem Netzwerk weltweit abgespeichert ist und ständig aktualisiert wird.
Um eine Transaktion zu modifizieren, müsste man also die lokale Kopie der Blockchain auf jedem einzelnen Rechner im Netzwerk, auf dem sie vorliegt, gleichzeitig abändern. Und das ist, angesichts der weltweiten Aktivität, wohl kaum durchführbar.

Was aber genau könnte das bedeuten?
Bye Bye veraltete Strukturen! Bye Bye Monopole! Bye Bye Korruption!
Zusätzlich garantiert die Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Datensätzen Authentizität.
Also auch: Bye Bye Fake News!
Die Vorzüge von direktem, transparenten, nicht manipulierbarem Geldverkehr ohne Mittelsmänner geben uns die Macht des Handelns zurück ohne einer Organisation das vertrauen schenken zu müssen.
Genauso haben wir wieder die Macht über unsere Daten und müssen nicht mehr Organisationen wie zum Beispiel Facebook, Google vertrauen.
Besonders Spannend sind aber in diesem Zusammenhang sogenannte Smart Contracts, die Transaktionen erst dann erlauben, wenn gewisse Bedingungen erfüllt werden. Also zum Beispiel eine Leistung, die erbracht wurde.

Vielleicht doch nochmal kurz etwas über den Bitcoin, denn was hat er mit der Blockchain-Technologie zu tun?
Der Bitcoin ist die erste und wohl bekannteste von vielen verschlüsselten Währungen, den sogenannten Kryptowährungen. Diese Währungen basieren auf den Prinzipien der Blockchain-Technologie. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Der Bitcoin und andere Kryptowährungen sind also nicht mit dem Begriff Blockchain gleichzusetzen, was viele Medien Fälschlicherweise tun, sondern sind nur ein Anwendungsfall der Blockchain-Technologie.

Wo geht die Reise nun hin?
Drei Inspirationen für mögliche Anwendungsfälle von Blockchain hat Dr. Julian Hosp genannt.

Nummer Eins:
Das die Blockchain-Technologie dafür sorgt, dass Spendengelder auch dort ankommen, wo sie ankommen sollen über Smart Contracts, was zum Beispiel über die Ethereum-Blockchain abgewickelt werden könnte.
Denn es ist absolut transparent, woher Gelder kommen und wohin die Gelder fließen. Nur wenn jemand mit seiner, durch die Blockchain bestätigten Identität zur Ausgabestelle für Hilfsgüter kommt, erhält er auch die für ihn bestimmten Güter und der Verteiler seine Entlohnung.
Das ganze ist Absolut nachverfolgbar, transparent und es gibt keine Korruption.

Nummer Zwei:
Die Blockchain-Technologie kann dafür eingesetzt werden Wählerstimmen auf ihre Gültigkeit zu überprüfen. Das ist besonders relevant für Wahlen in Ländern, denen man nachsagt, sie würden diese manipulieren.

Nummer Drei:
Die Blockchain kann helfen Steuern einzutreiben. Dies wird momentan nicht unbedingt auf die effizienteste Art und Weise betrieben. Staaten entgeht durch Steuerhinterziehung derzeit viel Geld.
Bei diesen Punkt könnt ihr schön sehen, das Staaten offen zur Blockchain-Technolgie sind. Die Medien Berichten über Verbote von Staaten. Das Gegenteil ist der Fall, die meisten Staaten dieser Welt sind offen gegenüber der Blockchain-Technologie und überlegen sich wie sie diese Technologie einsetzen werden.

Fazit der KryptoNight 2018:
In den Medien wird oberflächlich über den Bitcoin berichtet. Aber der Bitcoin ist nur ein Teil von tausenden Anwendungsbereichen die die Blockchain-Technologie bietet.
Wir müssen nicht mehr Banken vertrauen und dafür hohe Gebühren bezahlen, sondern können weltweit innerhalb von wenigen Sekunden und mit wenig Gebühren Zahlungen abwickeln.
Ein  teurer Notar der beglaubigt das zum Beispiel das Haus mir gehört, kann durch Smart Contracts ersetzt werden. Der Besitz des Hauses wird auf der Blockchain gespeichert und ist für jeden einsehbar.
Es gibt noch viele weitere Anwendungsbereiche, wo wir in Zukunft nicht mehr großen Organisationen vertrauen müssen, sondern selbst über unsere Daten bestimmen können.
Wir bekommen die Macht über unsere Daten zurück, die wir lange Zeit in Vertrauen an Banken, Staaten, Weltkonzerne abgegeben haben.

Wenn Du dich über die Blockchain-Technologie austauschen möchtest und noch mehr darüber erfahren möchtest, dann komm in meine #Digitalfit Facebook-Gruppe. 
Ich möchte eine Community aufbauen, wo die Menschen sich über Digitale Themen austauschen können und so Digitalfit werden.
Ich würde mich freuen, wenn Du dabei bist!

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