Was sind „Smart Contracts“?

In der Blockchain Welt wird viel über Kryptowährungen und Smart Contracts gesprochen. Was Kryptowährungen sind ist glaube ich jeden mittlerweile bekannt, aber was sind diese Smart Contracts von denen immer wieder die Rede ist?

Die Definition lautet:
„Smart Contracts sind übersetzt gesagt schlaue Verträge. Sie können ohne eine dritte Partei abgeschlossen werden. Darüber hinaus lassen sich Smart Contracts an Bedingungen knüpfen, durch die sie von selbst beginnen, bestehen bleiben oder sich auflösen“

In vielen Bereichen könnten könnten Smart Contracts bald bisherige Verträge ablösen. Denn sie sind nicht nur schneller einsetzbar und deutlich flexibler, sondern auch sicherer.
Die schlauen Verträge lassen sich etwa von einem freigegeben Netzwerk verifizieren und verzichten deshalb auf einen Anwalt oder Notar. Das kann viel Zeit und Kosten sparen.

Durch ihre elektronische Form können Smart Contracts zudem Konditionen enthalten, die automatische Reaktionen auslösen. So treten sie etwa selbständig in Kraft, sobald eine beteiligte Partei eine bestimmte Bedingung erfüllt. Ebenso kann ein Smart Contract Sanktionen in die Wege leiten, sollte in Partner einen laufenden Vertrag nicht mehr erfüllen.

Ein Beispiel: Der Leasingvertrag für einen Neuwagen startet automatisch, indem der Vertragspartner die erste Rate per Kryptowährung (zum Beispiel Etheureum) überweist. Kann er drei Monate später das Geld nicht mehr bezahlen, registriert der Smart Contract die fehlende Zahlung und gibt die Information über eine Verbindung an das Auto weiter.
Der Wagen könnte dann so programmiert sein, dass er aufgrund fehlender Zahlung selbstständig Sanktionen verhängt. So ist es möglich, dass sich die Tür nicht mehr öffnen lässt oder das Fahrzeug nicht mehr anspringt, bis die Rate überwiesen ist.

Die „schlauen Verträge“ können diverse solcher Konditionen enthalten und komplexe Strukturen abbilden. Damit haben sie in vielen Bereichen deutliche Vorteile gegenüber Verträgen in Papierform.
Vor Fälschungen sind Smart Contracts zudem besonders gut geschützt. Sie basieren auf einer Blockchain, die nahezu nicht manipuliert werden kann.
Die Blockchain macht das Entstehen und Ausführen von Smart Contracts erst möglich. Bei dieser Technologie handelt es sich um eine Art Speichersystem, das Daten in Blöcken zusammenfasst und verschlüsselt. Aneinander gehängt bilden diese Datenblöcke eine Kette, die für beliebig viele Personen in einem Netzwerk freigegeben werden kann.

Diese Personen verifizieren dann die Transaktion, wie in dem Beispiel das Bezahlen der ersten Rate und das anschließende Inkrafttreten des Leasingvertrags.
Der Vorteil ist: Was bei klassischen Verträgen Tage oder sogar Wochen dauern kann, geht im Netzwerk über die Blockchain in wenigen Minuten.
Die Verträge gelten als sicher auf Basis der Blockchain, weil die in der Kette gespeicherten Daten oder Transaktionen unveränderbar sind. Zusätzlich sichern sie ihre Verschlüsselung und das Netzwerk ab. Denn jeder aus dem Netzwerk verfügt ständig über eine Kopie der Blockchain. Ein Hacker müsste über die Hälfte der Kopien verändern, um einen Smart Contract zu manipulieren. Dies ist nahezu unmöglich.

Der YouTube Channel von „Krypto“ hat dazu ein tolles Video veröffentlicht:

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2 Kommentare

  1. Smart Contracts sind eine spannende Sache und diese werden mit Sicherheit einige Branchen wie beispielsweise die Versicherungs- und Immobilienbranche umkrempeln.

    Wann genau dies geschehen wird, ist noch nicht abzusehen, aber mit Ethereum ist das dahinter stehende System ja bereits geschaffen und steht in den Startlöchern. Ob es dann in der Praxis allerdings auch so funktionieren wird, wie behauptet wird, bleibt abzuwarten. Schließlich können intelligente Verträge auch immer nur so smart sein, wie ihre Programmierer… 😉

    1. Hallo Marc, du hast es genau richtig geschrieben. Die Technologie ist da, es bleibt nur abzuwarten wann es die Versicherungs-und Immobilienbranche umkrempeln wird. 🙂

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