Wie Streaming die Fernsehwelt verändert

Ob Musik, Sport, Serien oder Filme: Streaming entwickelt sich zum Massenmarkt. Vor allem junge Menschen nutzen die Angebote von Netflix, Amazon Prime Video und Co intensiv.

Ähnlich wie sich Touristikkonzerne inzwischen mit dem Phänomen wie Arbnb abmühen muss, haben es auch die klassischen TV-Anbieter schwer. Neue Wettbewerber sind entstanden, sie heißen Netflix, Amazon, Hulu, Maxdome, Sky Ticket und Pantaflix. Sie profitieren davon das die Digitalisierung zu einem einfachen technischen Verbreitungsweg von Inhalten geführt hat.

Früher musste eine Sendeanstalt Lizenzen erwerben, rechtliche Vorgaben erfüllen und viel Geld in die Übertragung Pumpen. Inzwischen genügt es, sich Rechte an Content zu sichern und über das Internet zu verbreiten. Jahrelange Erfahrung als Medienunternehmen ist nicht mehr nötig.

Amazon ist da ein gutes Beispiel. Amazon nutzt seine bestehenden Kunden um eine Video-Streaming Plattform aufzubauen und damit den TV-Anstalten ernsthaft Konkurrenz zu machen. Der Zugriff auf Tausende Filme und Serien kostet den User ca. 8€ pro Monat, inklusive einer Prime-Mitgliedschaft die dem User noch eine bevorzugte Behandlung als Einkäufer im Shop sichert.

Die steigende Akzeptanz von Streaming-Diensten hat auch viel mit der veränderten Mediennutzung zu tun. Die Digitalisierung hat zu einem Userverhalten geführt, bei dem Wartezeiten nicht mehr akzeptiert werden. Besonders junge Leute wollen sich keine festen Sendezeiten mehr vorschreiben lassen. Sie wollen gucken wann sie wollen und was sie wollen. Früher musste man dafür im Regen in eine Videothek laufen und sich dort Filme ausleihen, heute geht das mit einem Tastendruck auf der Fernbedienung.

14 Prozent der 14- bis 29 Jährigen sind bereits täglich auf Video-Streaming-Portalen unterwegs. Am beliebtesten ist Amazon, gefolgt von Netflix und Sky.

Die Lust am Streaming gibt es nicht nur im Videobereich. Auch die Musik wird immer öfter per Streaming gehört. Anbieter wie Spotify, Amazon, Apple, Deezer und Soundcloud werben hier um Kunden.
Vereinfacht heißt es auch hier: Für eine monatliche Gebühr kann man so gut wie jeden Song zu jeder Zeit und so oft hören, wie man will.
Für viele ist dieses Flat-Modell sehr attraktiv gegenüber dem Kauf von einzelnen Songs oder dem klassischen Radio.

27% der 14-29 Jährigen nutzen täglich ein Musik-Streaming Dienst. 18% sogar mehrfach täglich.

Ob Musik, Sport oder Film. Entscheidend in diesem Zukunftmarkt wird sein wer den besten Content hat. Die Streamingdienste nehmen diese Herausforderung sehr ernst und Produzieren teure und komplexe Serien. Damit erfahren sie jede Menge Anerkennung.
Ca. 6 Milliarden US-Dollar investiert zum Beispiel Netflix für Eigenproduktionen in diesem Jahr. Amazon investiert dieses Jahr ca. 4 Milliarden US-Dollar in Eigenproduktionen.

Fazit:
Die Kräfteaufteilung zwischen Streaming vs. klassischen TV wird sich bis 2020 weiter in Richtung Streaming verschieben. Dann wird genauso viel per Streaming geguckt wir mit dem klassischen TV-Programm.
Das wird nicht ohne Folgen für andere Bereiche bleiben. Das Kino könnte das nächste Feld sein, in dem mit Streaming experimentiert wird. Das Interesse jüngerer Menschen an gestreamten Kinofilmen ist jedenfalls sehr hoch.

Welchen Streamingdienst nutzt ihr und wie oft nutzt ihr diesen? Schreibt mir ein Kommentar!

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